Home
Seite:2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001Bericht:Simmeringer Haidelauf Jahreshauptversammlung Eisbär 2 Hallenmeisterschaften NÖ-Crossmeisterschaften Öst-Crossmeisterschaften 48h-Brünn Pillichsdorf Wien-Energie HM Bisamberger Nachtlauf Bratislava Halbmarathon Weltmeistertraining Weltmeistertraining (2. Folge) Gänserndorf Straßenmeisterschaften Läuferzehnkampf Wien Marathon Eisenstadt-Halbmarathon Meisterschaftsbilder Prag-Marathon Bankenlauf Schwechater Vereinscup Matzner Straßenlauf Sportfest Koblenz Deutsch Wagram HM Frauenlauf Brigittenauer Bezirkslauf Wr. Meisterschaften Pielachtal Regensburger Triumph Midnightsunmarathon FH-Open 2007 Sonnwendlauf Donauparklauf Zistersdorf Wr. Masters-Meisterschaften Heusden-Zolder (BEL) Erkrath (D) Mistelbach Hohenau Minigolf Neusiedler Windradllauf Großkruter Kellerberglauf Businessrun Staffelmeisterschaften Sophienalpenduathlon Wachaumarathon Berglaufweltmeisterschaft Kammersteiner Berglauf 3-Länder-Halbmarathon Strasshofer Herbstlauf Andrea in Indien Wienerwaldlauf LCC-Marathon New York-Marathon Donauturmlauf Er&Sie-Lauf Wr. Crossmeisterschaften Taiwanfotos Mödlinger Adventlauf Kolsassberg-Run Klosterneuburger Adventlauf Silvesterlauf Silvesterlauf Peuerbach Gesammelte Ergebnisse |
Trainingslager in Viareggio - Teil 2Andi und Andi berichten:Osterzeit - Trainingslagerzeit! Auch diesmal ging's also wieder pünktlich zu Frühlingsbeginn nach Viareggio, um sich dort ganze 3 Wochen lang, bis zum Eintreffen des (italienischen) Osterhasen, eine für (heimische) falsche Hasen akzeptable Form anzutrainieren. Wie ja alle wissen, liegt die Latte bei diesem Verein sehr hoch, nicht umsonst wird er als "einer der besten Laufvereine Wiens" bezeichnet. Wieder logierten wir in unserem bewährten Palazzo "Imperiale", direkt an der Strandpromenade (genannt "passeggiata") zentral gelegen, mit großer terrazza und Blick auf's Meer. Von dort sind es 2,5 km zum Stadion und direkt dahinter beginnt der Pinienwald mit endlosen Laufwegen. Eine alle 500 Meter markierte 10 km- Runde erleichterte die Einteilung der flotten Dauerläufe, im Stadion selbst haben wir nur wenig trainiert, da Hauptziel von Andrea die Verbesserung im "Schwellenbereich" (aerobe und anaerobe Schwelle) war. So absolvierten wir die meisten Trainings auf dem weichen Waldboden. Für mich war dieses Trainingslager, auf das ich mich eigentlich schon monatelang gefreut hatte, am Anfang auch mit einer großen Portion Unsicherheit verbunden, da ich nicht wusste, wie es mir wohl mit dem Kreuz gehen würde. Ein Bandscheibenvorfall und ständige Kreuzschmerzen hatten mich die vergangenen 6 Monate fast vollständig vom Training abgehalten. Aber zu meiner großen Freude und Überraschung ging alles viel besser als erwartet. Fast alle Trainings konnte ich mit Andrea mitmachen, bei den schnellen Dauerläufen im Wald (13 oder 15 km in 3:37 Schnitt musste ich anfangs noch die letzten km passen, am Schluss bin ich aber schon einen ganzen 13er in 3:36 mitgelaufen, ebenso 3 x 5 km in 3:30 (mit 5 min Pause) oder 10 x 1.000m in 3:15 (2 min Pause). Ziemlich schwach war ich bei den Vormittagstrainings, kein Wunder, hieß es doch bereits um 10 Uhr morgens aufstehen und dann nach dem hastigen Verzehr einiger Kekse schon laufen gehen. Außerdem hat vormittags das Kreuz doch ziemlich Faxen gemacht. Länger als 1 Stunde in mäßigem Tempo (Live-Zitat Andrea: „mit dem Tempo kann ich jetzt wirklich nichts mehr anfangen!“) bin ich kaum gelaufen, während Andrea ihre 1:20 bis 1:40 Stunden ganz diszipliniert herunterspulte. Dazu kamen noch – oft nach den harten Nachmittagseinheiten – Hürdentrainings und Koordinationsläufe im Stadion sowie Stabilisationsübungen (bei denen ich mich ausschließlich als Zuschauer oder Fotograf betätigte). Vorbildlich! Natürlich durften einige Strandläufe am Meer auch nicht fehlen. Insgesamt sind wir beide in den 3 Wochen gemeinsam auf exakt 1.000 Laufkilometer gekommen (550 Andrea und 450 ich). Das ist mehr als die Entfernung Wien – Viareggio! Nach dem Vormittagstraining gab es wie gewohnt das kombinierte Frühstück und Mittagessen, von 12 bis 14 Uhr, wenn es das Wetter zuließ (was leider nicht sehr oft der Fall war) auf der Terrasse mit Blick auf’s Meer und die nahen Apuanischen Alpen im Hintergrund. Und dann…: Mittagsschlaf! Ja, sowas ist ausdrücklich erlaubt und vorgesehen bei einem richtigen Trainingslager! Zwischen 16 und 17.30 Uhr ging es dann zur Nachmittagseinheit. Dank einiger trainingsfreier Halbtage kam aber auch die Erkundung der Umgebung nicht zu kurz. 3 Mal machten wir Wanderungen in die Hügel und Berge des Hinterlandes, durch Olivenhaine und Edelkastanienwälder, zum Teil eine von der Küstengegend völlig verschiedene Landschaft, nur wenige Kilometer entfernt. Ein weiteres Mal haben wir auch das nahe Lucca besucht und in der letzten Woche anlässlich eines trainingsfreien Tages einen 1½-tägigen Ausflug zu den Thermen von Saturnia gemacht, für mich einer der Höhepunkte des Urlaubs. Saturnia liegt ca. 230 km südlich von Viareggio in der Maremma. Neben der tollen Landschaft gibt es hier eine besondere Attraktion: die cascate del molino, Wasserfälle, über die 37,5 Grad warmes leicht schwefelhaltiges Thermalwasser in natürliche steinerne „Badewannen“ stürzt. Ein einzigartiges Badevergnügen, das ganze mitten in der Landschaft bei freiem Zutritt! Am ersten Tag lagen wir 3 Stunden in den verschiedenen Wannen und unter den Wasserfällen. Übernachtet haben wir in einem agriturismo in der Nähe und am nächsten Tag noch einmal ein ausgiebiges Bad in den cascate genommen. Dann ging’s wieder heim. Trotz der etwas längeren Autofahrt eine herrliche Entspannung. So ging das Training der letzten Tage noch ziemlich gut über die Bühne, obwohl wir von den ersten 2 Wochen doch schon einigermaßen angeschlagen und müde waren. Bei Kräften hat uns auch die vorbildliche Ernährung gehalten: viel Obst und Gemüse, Unmengen an Nudeln, die eine oder andere Flasche vino rosso (zum Großteil von mir geleert) und frischen Fisch – mutig in der lokalen Fischhalle gekauft (belächelt von den Fischern ob unserer fischmäßigen Ahnungslosigkeit), zu Hause geputzt und ausgenommen. Ist aber jedes Mal gelungen, als Höhepunkt sogar eine richtige Fischsuppe. Darüber hinaus erwies sich als unverzichtbar für die ausgewogene Ernährung die regelmäßige Zufuhr von Eis aus der besten gelateria von Viareggio, die während unseres Aufenthalts eine deutliche Umsatzsteigerung verzeichnete. Ostern und damit das Ende unseres Trainingslagers hat sich in Riesenschritten genähert (hoffentlich waren unsere Laufschritte wenigstens halb so groß), das Wetter wurde zum Schluss noch richtig warm und am Strand begannen die bagnos (Badeanstalten) mit dem Aufstellen der ersten Sonnenschirmreihen. Zeit, nach Hause zu fahren und die hoffentlich verbesserte Form bei Meisterschaften und Limitjagden einerseits und bei einem möglichen Comeback im Weinviertelcup und bei anderen Volksläufen (Daumen halten, dass das Kreuz hält!) andererseits auszuspielen! |