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Leichtathletik-EM Amsterdam 10.7.

Andi berichtet:
Erstmals wurde (wegen der nahen Olympischen Spiele) im Zuge der Leichtathletik-Europameisterschaften ein Halbmarathon statt eines Marathons ausgetragen. Bereits am Donnerstag war Andrea mit Teilen der österreichischen Mannschaft angereist, Freitag Nachmittag kam ich nach. Diesmal war ich als offizieller Betreuer akkreditiert.

Schon Freitag Vormittag besichtigten die 5 österreichischen Halbmarathonläufer (neben Andrea liefen Anita Baierl, Valentin Pfeil, Lemawork Ketema Weldearegaye und Edwin Kemboi) die Strecke, die sich als gar nicht einfach herausstellte: Sie bestand aus 2 Runden, wobei der erste Teil der Runde bis ca. km 5,5 durch die Innenstadt von Amsterdam mit ihren typischen Grachten, Kanälen und Flüssen und damit über zahlreiche kleine und größere Brücken führte. Danach folgten knapp 5 km durch einen großen Park (ähnlich dem Wiener Donaupark) auf breiten Wegen und ganz flach.

Samstag Vormittag absolvierten wir noch einen lockeren Lauf über ca. 35 Minuten mit 2 x 1 km im Halbmarathontempo.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus in das Stadtzentrum von Haarlem, dem Ort, wo wir im Athletenhotel untergebracht waren. Im Bus wurde mir das Geldbörsel gestohlen, was die Laune einigermaßen verdarb. Schade, denn Haarlem ist ein sehenswerter Ort, wie ich bei einem Morgenlauf am Montag vor meinem Rückflug nach Wien feststellte.

Sonntag um 7 Uhr Früh brachte uns der Shuttlebus ins Zentrum von Amsterdam zum Start des Halbmarathons beim Rijksmuseum. Mit Andrea und Anita Baierl ging ich auf einem kleinen Teil der Strecke noch 2,5 km einlaufen und um 9.30 Uhr ging es auch schon los.
Die ersten 5 km waren sehr schnell, aber ausnahmslos alle fingen zu schnell an, und obwohl das erste Teilstück das schwierigere war, wurde es doch das mit Abstand schnellste des ganzen Rennens. Andrea musste in ihrer Gruppe dranbleiben, investierte dabei aber sehr viel Energie in das flotte Anfangstempo. Bis km 9 lief es ganz gut, dann aber kam plötzlich ein unerklärlicher Hänger, Andrea musste abreißen lassen und verlor in kurzer Zeit viel Boden. Es folgten 4 sehr langsame Kilometer (3:40 mink statt 3:25), die Andrea noch dazu ganz alleine absolvieren musste. Dann aber überholte glücklicherweise eine Konkurrentin mit großem Geschwindigkeitsunterschied und riss Andrea aus ihrem (psychischen) Tief. "Entweder dranbleiben oder aufhören" dachte sie bei sich und siehe da, auf einmal konnte sie das Tempo wieder erhöhen. Im Schlepptau der anderen Läuferin nahm sie wieder Fahrt auf und konnte ihre Position halten.
Bei km 6 hatte ich sie an ca. 32. Position gezählt, bei km 10 an der 33. Dann sah ich sie noch einmal nach 17 km wieder ca. an 32. Stelle und kurz vor km 20 als 31. Im Zielsprint konnte sie noch den 30. Platz erobern, bei insgesamt 90 Starterinnen. Das ist ein tolles Ergebnis und auch die Zeit von 1:13:49 war letztendlich sehr, sehr gut. Aufgrund der schwierigen Strecke waren so gut wie alle Läuferinnen 1,5 bis 2 Minuten über ihrer Bestzeit geblieben. Schade nur, dass im Abschnitt zwischen km 9 und 13 viel Zeit verlorenging, denn eine nur 30 Sekunden schnellere Zeit hätte bereits Platz 20 gebracht und knapp 50 Sekunden vor Andrea war die 15. eingelaufen.

Nach Andreas Zieleinlauf und der ersten Rennanalyse begab ich mich Richtung Start, denn ich hatte mich für den "Brooks 10 km Champions Run" angemeldet, der ca. 1 Stunde später über eine der beiden EM-Halbmarathon-Runden führte. Was ich nicht mitbekommen hatte war, dass es sich dabei nicht um einen "normalen" Lauf, sondern um ein Megaevent mit über 12.000 Startern handelte. Es gab 8 verschiedene Startblocks, die im Abstand von 15 Minuten losgelassen wurden. Da ich bei der Anmeldung pflichtgemäß meine erwartete Zeit (mit 35 Minuten) angegeben hatte, dachte ich, dass ich relativ weit vorne starten würde. Weit gefehlt: Ich wurde in den 4. Startblock eingeordnet, der nach den VIPS, Brooks-CEOs, Lokalpolitikern, Studenten und 2 Hobbyläuferblocks eine dreiviertel Stunde nach dem ersten Startschuss losgeschickt wurde. In meinem Block schaffte ich es auch nicht, vorne an der Startlinie zu stehen, da dort schon ca. 300 Läufer vor mir standen. 32 Sekunden brauchte ich für die 3 Meter zur Startlinie und befand mich dann im dichtesten Gedränge. Nachdem ich mich einigermaßen vorgekämpft hatte, lief ich nach ca. 2,5 km auch schon auf die langsamsten Läufer des Startblocks vor mir auf. Naja, abgesehen von diesen Widrigkeiten war ich auch nicht sonderlich gut drauf, sodass diese Massenbesichtigung von Amsterdam für mich mit einer recht mäßigen Zeit von ca. 37:30 min endete. Damit wurde ich 108. von ca. 12.100 Teilnehmern. Immerhin ein beeindruckendes percentage.

Am späten Nachmittag fuhren wir von Haarlem noch einmal nach Amsterdam ins beeindruckende Olympiastadion (erbaut für die Olympischen Spiele von 1928) und sahen uns dort einige EM-Entscheidungen an, so den unglaublich spannenden 5.000-Meter-Lauf mit den ersten Drei innerhalb einer einzigen Hundertstelsekunde und dem 4. mit nur 1/100 Rückstand!
Am Abend gab es eine große Abschlussparty und am nächsten Morgen musste Andrea schon sehr früh zum Flughafen für den Rückflug nach Wien. Ich hatte einen späteren Flug, sodass sich nach dem Frühstück noch ein Sightseeing-Lauf in Haarlem ausging. Von der beeindruckenden Stadt Amsterdam haben wir wegen des dichten Programms leider nur sehr wenig mitbekommen.

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