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Hochfelln Berglauf 26.9.

Andi berichtet:
Bergen in Bayern, ca. 30 km von Salzburg entfernt, hieß diesmal unser Wochenend-Ausflugsziel. Hier startete zum 37. Mal der älteste und bestbesetzte Berglauf in Deutschland auf den Hochfelln mit 8,9 km und 1.074 Höhenmetern.
Am Freitag Abend genehmigten wir uns in Gmunden noch einen flotten Trainingslauf auf den Grünberg (ca. 3,5 km und 580 Höhenmeter, also halbe Wettkampfdistanz). Mein Rückstand von 2:50 min auf Andrea ließ auf einen Wettkampfrückstand von unter 6 Minuten hoffen.
Am Samstag fuhren wir dann nach Bergen, absolvierten dort einen lockeren 20 - (ich) bzw. 40 - (Andrea) minütigen Lauf fast ohne Höhenmeter und begaben uns dann zur Pastaparty mit Promi-Startnummernausgabe am Abend.
Am Sonntag um 10 Uhr ging's los, zunächst 2,5 km nur ganz leicht ansteigend, sodass ich Andrea fast 10 Minuten lang noch in Sichtweite hatte. Dann wurde es steiler, und obwohl ich einige der über ihre Verhältnisse gestarteten Konkurrenten überholen konnte, entschwand Andrea unaufhaltsam nach vorne und oben.
Ab km 3 wurde es sehr steil, bis km 5, wo man eine Alm erreicht. Kurz kann man sich hier auf einem etwas flacheren Streckenabschnitt ein wenig erholen, bei km 6 allerdings wartet dann ein nicht enden wollender Abschnitt mit unzähligen Stufen, danach geht es über felsige schmale Wege (siehe Bilder) in Serpentinen Richtung Gipfel.
Mir ging es ganz gut und ich konnte sogar die 2. Dame, Antonella Confortola-Wyatt (die Frau des Berglauf-Superstars und Gesamtsiegers Jonathan Wyatt) hinter mir halten. Leider kam bei km 8 ein ziemlicher Einbruch und großteils nur noch gehend bzw stolpernd musste ich Frau Wyatt vorbeigehen lassen. Am rutschigen Zielhang war ich ob der großen Anstrengung sogar so verwirrt, dass ich auf allen Vieren rutschend unter dem kurz vor dem Ziel seitlich aufgestellten Holzgeländer durchkletterte, anstatt mich daran festzuhalten. Irgendwie hab ich's aber dann doch über die Ziellinie geschafft, wo Andrea nach einem souveränen Lauf (49:29 min) nur 5:25 min auf mich warten musste. Die Zweitplatzierte war bereits 5:15 min hinter ihr! Bei der WM war sie noch Gesamt-6. mit einem wesentlich geringeren Rückstand gewesen.
Ihre Zeit aus dem Vorjahr hat Andrea nur um etwas mehr als 30 Sekunden verpasst, allerdings waren die Bedingungen heuer nicht so gut. Es war sehr kühl (im Ziel nur mehr 1 °C) und die Strecke v.a. im oberen Teil feucht und teilweise rutschig.
Mein intensives Berglauftraining in diesem Jahr hatte sich insoferne ausgezahlt, als ich meine Vorjahreszeit trotzdem um immerhin 5 Sekunden verbessern konnte!
Die größte Überraschung folgte bei der Siegererehrung: dank der 5-Jahres Klasseneinteilung und einer für mich günstigen Altersstruktur der vor mir platzierten Läufer reichte mein 40. Gesamtrang für einen Stockerlplatz in der Klasse M-40.
Andrea hat mit ihrem 19. Gesamtrang die Damenklasse natürlich überlegen gewonnen! Belohnt wurden wir jeweils mit einem bayerischen „Brotzeit“-körberl, Andrea überdies mit einer riesigen Goldmedaille und der Bundeshymne am Siegerpodest, was wiederum ein wenig an die Weltmeisterschaft in Slowenien erinnerte.
Vielen Dank auch heuer wieder für die tollen Lauffotos an Winfried Stinn, der unter http://www.laufreport.de/archiv/0910/bergen/bergen.htm einen ausführlichen Bericht (mit weiteren Fotos) geschrieben hat.
Die Bilder von der Seilbahn hab ich geknipst, was beweist, dass ich wenigstens beim Runterfahren schneller war als Andrea; ebenso fleißig habe ich bei der Siegererehrung fotografiert, vor allem, als das gesamte Publikum bei der österr. Bundeshymne aufstehen musste. Das hat mir gut gefallen. Irgenwer hat dann bei der Ehrung auch noch mich fotografisch festgehalten, der glückliche Grinser gilt in erster Linie der im Körberl enthaltenen bayerischen Bierflasche.