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Schafberglauf 26.5.

Andi berichtet:
Wieder einmal (wie schnell doch so ein Jahr vergeht...) standen wir am Fuße des Schafbergs in St. Wolfgang, 1.200 Höhenmeter unterhalb der Ziellinie und 5,8 km von ihr entfernt. Start schon um 9.30 Uhr - die erste Herausforderung für mich.

Die zweite begann 500 Meter nach dem Start bei der Talstation der Schafbergbahn, so lange geht es nämlich noch einigermaßen sanft ansteigend dahin. Danach trifft man auf die Trasse der Zahnradbahn, die man erst bei Kilometer 5,3 wieder verlässt. Und da geht’s mit bis zu 26% Steigung zur Sache, fast ohne Verschnaufpause immer nur steil.

Andrea ging als Gesamtführende in die erste Steigung, ein paar Sekunden hinter ihr der erste Verfolger. Der ist ein sehr guter Bergläufer und Skibergsteiger, gleichzeitig local hero aus dem Salzkammergut und hatte als solcher im Vorfeld leichtsinnigerweise angekündigt, dass er Andrea besiegen möchte. Er schloss also die Lücke und heftete sich an ihre Fersen. Das konnte ich von hinten noch gut beobachten, da die Strecke keine oder nur sehr langgezogene Kurven hat und so einen weiten Blick nach vorne erlaubt.

Ich kam ganz gut voran, überholte viele Konkurrenten und wurde selbst nur ein oder zweimal überholt, u.a. nach etwa 10 Minuten von Lieblingsgegner Rudi Reitberger, der danach aber ein unglaubliches Tempo vorlegte und mir bis ins Ziel mehr als 4 Minuten abknöpfte. Zum Glück waren nicht alle meine Gegner so gut drauf und so kämpfte ich mich ca. 20 Plätze hinter Andrea bergwärts.

Der mutige Lokalheld indessen büßte für sein schnelles Anfangstempo, mit dem er Druck auf Andrea ausüben wollte, sehr bald: Zwar hatte er es geschafft, dass auch Andrea sich zu einem etwas zu flotten Tempo auf den ersten beiden Kilometern hinreißen ließ und damit zu einer nicht optimalen Renneinteilung, aber während sie einfach weiterlief und nur die eine oder andere Sekunde liegen ließ, musste er abreißen lassen und brach innerhalb weniger hundert Meter weg. Schon bei Kilometer 3 - noch lagen 650 Höhenmeter vor uns - war dieses Jahr klar, dass keiner mehr zu Andrea aufschließen konnte. Damit konnte sie die Plagerei auf den letzten zweieinhalb Kilometern sogar ein wenig genießen. Ob es das hohe Anfangstempo oder der fehlende Druck bereits nach der ersten Viertelstunde war, die Andrea eine neuerliche Verbesserung ihres Streckenrekordes kosteten, werden wir wohl nicht herausfinden. Jedenfalls erreichte sie das Ziel bei der Bergstation der Schafbergbahn wieder einmal als Gesamterste nach 45:11 Minuten und mit 2 Minuten und 1 Sekunde Vorsprung auf den ersten Mann. 31 Sekunden nur langsamer als bei ihrem Streckenrekord und nahezu gleich schnell wie bei ihren Siegen der letzten 4 Jahre!

Als Andrea oben ankam, fehlten mir noch ca. 1 km und 220 Höhenmeter. Einige Minuten zuvor hatte sich schon ein leichter Hänger angekündigt und 2 oder 3 Mal wurde ich überholt. Angestrengt versuchte ich nun, bei diesen Läufern dranzubleiben, es gelang mir mal recht, dann wieder schlecht. Wenigstens hab ich sie nicht ganz aus den Augen verloren. Am Ende, als die Strecke von der Eisenbahntrasse wegführte und auf den letzten 400 Metern über einen Wanderweg ging, war ich schon sehr müde und stolperte trotz Andreas Anfeuerungen langsamer als von ihr vorgeschlagen, dem Ziel entgegen. Noch dazu lag auf der Strecke nun ein wenig Schnee und ich kam teilweise ganz schön ins Rutschen. Das kostete mich noch einen Platz, denn der Läufer hinter mir hatte eindeutig mehr Reserven auf den letzten 50 Metern!

Gerade noch hielt ich meinen Rückstand auf Andrea unter 10 Minuten - mit 55:06 wurde ich Gesamt-20. und 2. in meiner AK. Dafür gab's einen Platz am Stockerl und eine Schachtel Lebkuchen.

Übrigens: Falls jemand denkt, dieser Lauf ist zu anstrengend und steil und deswegen zögert, einmal mitzumachen: Der mit 81 (!) Jahren älteste Teilnehmer bewältigte die Strecke heuer in sensationellen 1:17 Stunden und ließ damit 83 Läufer hinter sich!

Und falls jetzt wer Interesse bekommen hat und sich ganz genau über den Schafberglauf informieren möchte, hier gibt’s alle Details und Besonderheiten seit 1983 zusammengefasst [besonders bemerkenswert der Hinweis am Anfang des letzten Drittels auf Seite 1...;o)] https://www.oelv.at/de/newsshowdoc-kurzmeldungen-06.05.2019-----CHVyIRNF4fmWk
Andrea rast zum Gesamtsieg Da gehts rauf Die Erste und der Zweite Die Lebkuchenschachtel jquery html lightboxby VisualLightBox.com v6.1