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Piestingtallauf 20.10.

Thomas berichtet:
Das Piestingtal ist durch das Wochenendhaus meiner Eltern so etwas wie meine Zweite Heimat - und da ich das Wochenende ebendort verbrachte ließ ich mich durch Bekannte zur Teilnahme am traditionellen Piestingtallauf überreden. Der Gruppenzwang führte dann auch dazu, dass ich nicht über 5km oder 10k an den Start ging, sondern mich für die Halbmarathondistanz anmeldete.

Mein letzter Lauf über mehr als 15km (egal ob Training oder Wettkampf) liegt sicher 15 Jahre zurück, dazu kommen noch seit Monaten Oberschenkelprobleme, die ein schmerzfreies Laufen eigentlich nicht ermöglichen. Unter diesen Umständen hatte ich ernsthafte Zweifel, ob das eine schlaue Entscheidung war und ich wählte daher als Taktik "Durchkommen" ohne Ziele für die Endzeit. Im Training gelingen mir bei meinen 30min. Läufen kaum noch Zeiten von 4:30/km, daher wollte ich als Anfangstempo ca. 4:40/km wählen.

Rechtzeitig zum Start in Gutenstein lichtete sich der Nebel und bei idealen Temperaturen ging es durch die Herbstlandschaft los. Der Lauf wird als "schnell" beschreiben, was zumindest auf dem Papier durch die Höhendifferenz von ca. 80m zum Ziel in Wopfing plausibel erscheint.

Ich begann also vorsichtig und war kurz nach dem Start schon von vielen Läufern überholt und dennoch war das Laufen alles andere locker und jeder Schritt schmerzte. So kamen mir rasch schon leichte Zweifel auf, wie das über 21km gut gehen sollte. Nach 3-4km fand ich dann langsam einen Rhythmus und ich wurde wieder zuversichtlicher, doch noch eine Zeit lang weiterlaufen zu können.

Bis KM 11 ist die Strecke auch flach und daher flott, dann fing es aber mit vielen kleinen giftigen Steigungen an. Zwar ging es nach jedem Anstieg auch ebenso rasch wieder kurz bergab, dennoch wurde das Laufen ab km 12 deutlich anstrengender und auch mein Bein rebellierte im öfter. Lästiger Gegenwind kam auch auf. Ich schleppte mich also dem Ziel entgegen, zu meiner Überraschung blieben die KM-Zeiten bis auf zwei Ausnahmen mit längeren Anstiegen konstant unter 4:25. Irgendwann war dann endlich das Ziel in Sicht. Dieses lag besonders idyllisch im Wopfinger Kalkwerk, also mitten im Werksgelände, was ein Kontrast zum bis dahin landschaftlich traumhaften Lauf war.

Mit einer Endzeit von 1:33:34 konnte ich natürlich mein "Worst Ever" pulverisieren, war aber dennoch froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein.

Viel erfreulicher dann im Anschluss die Kinderläufe, wo meine Tochter Nicola an den Start ging. Über 1000m konnte sie trotz ungünstiger Startaufstellung und ebenfalls leichter Verletzung locker mit einigen Reserven gewinnen und so die Ehre der Familie Schönauer retten. Auf den Bildern vom Kinderlauf ist auch das heimelige Ambiente des Zielgeländes gut zu sehen...

Dennoch würde ich den gut organisierten Lauf weiterempfehlen, denn die Strecke ist zwar nicht so schnell wie versprochen, aber wirklich schön zu laufen.

Halbmarathon:
52. Thomas Schönauer 01:33:34 (6. Platz M50)

1000m
1. Nicola Schönauer 03:44
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