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Österreichische Meisterschaften über 10 km Straße - Kremsmünster 15.4.

Andi berichtet:
Der erste Wettkampf nach fast 3 Monaten sollte dieser 10er werden, eine Standortbestimmung für Andrea nach der langen Zeit im zuletzt doch stark verschneiten St. Anton und dem Trainingslager danach in Viareggio. Das ist leider - ganz anders als bisher immer - nicht so gut gelaufen, da Andrea nach der ersten Hälfte krank geworden war: Zuerst eine Magen-Darm- Infektion und dann eine hartnäckige Erkältung mit allem Drum und Dran, die ein ordentliches Training fast 3 Wochen lang nicht zuließ. Erst in den letzten 14 Tagen vor dem Lauf in Kremsmünster gelangen die Trainings wieder besser und ein Aufschwung war erkennbar.
Mir hingegen ist es in Viareggio besser gegangen und ich war recht gut in Form gekommen. Auch in der Zeit nach dem Trainingslager lief es nicht schlecht. So war ich optimistisch und hoffte auf eine Zeit unter 35 Minuten, vielleicht sogar 10 oder gar 20 Sekunden darunter. Andrea war sehr verunsichert und hielt es ernsthaft für möglich, dass sie sogar hinter mir landen könnte!

Aber es sollte alles ganz anders kommen: Beim Start um 13:30 Uhr herrschte gutes Laufwetter, die Temperaturen waren mit ca. 15 Grad optimal, es gab nur leichten Wind. Kein großes Problem bei dem dichten Teilnehmerfeld. Mein „Auftrag“ für Andrea, ausgegeben von Trainer Hubert Millonig war, sie zu Beginn etwas einzubremsen und ihr die ersten 3 km mit 3:25 min/k Tempo zu machen. Das traute ich mir zumindest für 2 km zu. Los ging's also und ich bemühte mich, mein Tempo sofort hoch zu halten, um nichts zu vertrödeln. Andrea war schnell gestartet und lief ca. 5 Meter vor mir. Ich versuchte, sie zu überholen, kam aber nicht heran. Das Tempo war mir einfach zu schnell. Sie blickte sich ein paar Mal um und beschloss dann, nicht mehr auf mich zu warten. Bei km 1 blickte ich auf meine Uhr: 3:22 min. Andrea war mittlerweile 5 oder 6 Sekunden vorne... So viel also zur geplanten Taktik. Den 2. Kilometer absolvierte ich in für mich immer noch viel zu schnellen 3:23 min, mein Rückstand auf Andrea hatte sich aber weiter vergrößert. Auch Andrea sah auf ihre Uhr und stellte dabei nach dem ersten Kilometer fest, dass es 13:36 Uhr war. Sie war wohl die einzige im Feld, die ihre Stoppuhr beim Start nicht betätigt hatte. Also beschloss sie, bei km 2 einzustoppen. Als sie kurz davor die Uhr umschaltete, stellte sie fest, dass im Stoppmodus noch eine alte Trainingszeit gespeichert war. Das Einstoppen wurde also auf km 3 verschoben. Dort gelang es dann endlich.

Mein dritter Kilometer war mit 3:30 schon deutlich langsamer, aber noch ging's ganz gut, es folgten 2 Kilometer knapp über 3:30 und eine Durchgangszeit von 17:20 bei km 5. Dann aber wurde es ganz plötzlich ganz schwer, ich plagte mich fürchterlich und wurde immer langsamer. Die letzten 4 km waren nicht lustig, ich wurde von sehr vielen Läufern überholt, wollte mich immer wieder dranhängen, schaffte es aber auch bei ganz geringen Tempounterschieden nicht. Die Kilometerzeiten stiegen auf 3:40 und schließlich war ich nur mehr froh, im Ziel zu sein. Mit 35:32 min bin ich nicht zufrieden, aber mehr war an diesem Tag nicht drin.

Viel besser hingegen lief es bei Andrea: Nachdem sie mir enteilt war, hatte sie eine Gruppe gefunden, die ein optimales Tempo im Bereich von 3:24 bis 3:25 min/k lief. Nur auf dem letzten km musste sie etwas kämpfen, konnte ihre genaue Gesamtzeit auf der eigenen Uhr ja nicht ablesen, schaffte aber dann doch die Zeit unter 34 Minuten! Mit 33:57 war sie überglücklich, der Aufschwung ist da und die gewünschte Form, der sie in den letzten Wochen immer hinterhergelaufen war, wieder in Sichtweite!

Mit diesem Lauf hatte Andrea die Österr Meisterschaften überlegen gewonnen, vor Lena Millonig übrigens, die ihre 10 km-Zeit deutlich verbessert hatte und nur 8 Sekunden hinter mir ins Ziel gekommen war. Glück gehabt!

In Kremsmünster feierte Andrea mit ihrem Sieg ein ganz besonderes Jubiläum: Sie erreichte den 50. Österreichischen Meistertitel (46 x LA, 3 x Rad, 1 x Skibergsteigen)

Wenn der weitere Formaufbau nach Wunsch verläuft, ist vielleicht eine Teilnahme an den Halbmarathon-Europameisterschaften in Amsterdam geplant. Vorher üben wir aber noch den richtigen Umgang mit der Stoppuhr.

(Fotocredits Lauffotos Andrea: Johannes Brunner - SVS Schwechat)

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