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Graz Halbmarathon, Österreichische Meisterschaften 26.3.

Andreas berichtet:
Am Sonntag, 26.3.2017, fanden in Graz die österreichischen Meisterschaften im Halbmarathon statt. Da ich ja im Moment regierender österreichischer Meister im Marathon (Altersklasse M50) bin und ich am 8. Oktober den Titel aus terminlichen Gründen nicht verteidigen werden kann, schien mir der Halbmarathon ein guter Ersatz.
Das Training war nicht perfekt. Es ist ja noch ziemlich früh im Jahr und ich war mit vielen anderen Dingen als Laufen beschäftigt. Trotzdem fuhr ich mit Zuversicht am Samstag nach Graz. Ich plante meine Zeit (1:16:56) vom letzten Jahr im Zuge des VCM Halbmarathons in etwa zu erreichen. Nachdem Mitte der Woche der Wetterbericht katastrophal (Regen, 8°C) war, waren für Sonntag Sonne und immerhin Temperaturen über 10°C angesagt. Tatsächlich kam kurz vor dem Start die Sonne heraus und die Bedingungen waren zum Laufen optimal.
Der Startbereich war relativ eng und auch im ersten Startblock für die Teilnehmer der Meisterschaft gab es ein ziemliches Gedränge. Um 11:00 Uhr erfolgte der Start und auf den ersten 300 m war vollste Konzentration erforderlich. Zum einen waren wieder zahlreiche langsame Läufer ganz vorne platziert und zum Überholen war ein Zick-Zack Kurs erforderlich. Zusätzlich musste man noch auf die Straßenbahnschienen aufpassen. Danach ging es aber flott dahin und nach etwa drei Kilometer hatte sich das Feld formiert. Nach passieren des Grazer Hauptplatzes ging es wieder über die Mur zurück zum Start/Ziel Bereich bei KM 7,03. Meine Durchgangszeit betrug 25:42 (Pace 3:39,3), also perfekt im Zeitplan. In der zweiten Runde konnte ich dann einige Läufer überholen und näherte mich dann Karin Freitag, die ich kurz vor dem Grazer Hauptplatz hinter mir lassen konnte. Ich hörte hinter mir eine Verfolgergruppe, die mich jedoch nicht überholte. Gegen Ende der zweiten Runde wurde dann der Verkehr dichter, die Nordic Walker waren am Ende ihrer Runde. Mit den Stecken weisen die Nordic Walker zumeist eine Überbreite auf, jedoch waren die meisten sehr aufmerksam und machten die Ideallinie frei. Die Start/Ziellinie passierte ich bei 51:15, das heißt die zweite Runde war mit 25:33(Pace 3:38,1) etwas schneller als die erste. Auf der dritten und letzten Runde wurde der Verkehr dann immer dichter, die 14 km Läufer bzw. die Halbmarathoni, die ihre zweite Runde absolvierten, wurden immer mehr. Bis in die Grazer Altstadt konnte ich meine Verfolger hinter mir lassen. Leider überholten mich dann vier Läufer, von denen ich dann nur mehr einen Kilometer vor dem Ziel wieder einen zurücküberholen konnte. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel war der Verkehr dann schon sehr dicht und die 14 km Läufer waren primär damit beschäftigt, ihre Zeit ins Ziel zu bekommen. Die Ideallinie war zumeist blockiert. Im Zielsprint musste ich dann noch im Zick-Zack zwischen den langsameren Läufern hindurch. Schlussendlich kam ich mit netto 1:17:33 (3:40,5) bzw. brutto 1:17:37 ins Ziel. Das heißt meine letzte Runde war etwas langsamer (26:19; Pace 3:44,6). Alles in allem ein perfektes Rennen und nur um 37 Sekunden langsamer als letztes Jahr. Der Kurs in Graz war sehr eckig. An zwei Stellen gab es 180° Kurven, bei denen man entweder einen größeren Radius laufen konnte, oder sich innen am Geländer anhalten konnte. Auf alle Fälle nicht ideal denn jedes Mal war der Laufrhythmus unterbrochen. Zusätzlich gab es noch zahlreiche 90° Ecken. Das ist zwar für alle Läufer gleich, aber für Top Zeiten sicher nicht ideal.
So sehr ich mit meiner Zeit zufrieden war, so überrascht war ich mit meiner Platzierung. Das Feld war extrem stark und es gab zwölf Läufer mit Zeiten unter 1:10. Als Sieger kam Lemawork Weldearegaye mit 1:04:30 knapp vor Valentin Pfeil (1:04:50) ins Ziel. Der Marathon-Meister 2016, Robert Gruber, landete mit einer Zeit von 1:11:22 nur auf Platz 14. Bei der Meisterschaft kam ich auf Platz 49, nach Platz 14 im letzten Jahr bei der Marathonmeisterschaft. Auch in meiner Altersklasse musste ich mich mit Platz 4 begnügen. Bei der Wertung der Wiener Landesmeisterschaft landete ich auf Platz 13. Das wirklich positive Resultat ist, dass ich die Altersklasse M50 der Wiener Landesmeisterschaften gewinnen konnte. Zwar sind in der Klasse M50 nur vier Läufer gewertet, der zweitplatzierte, Alexander Hohenecker, war jedoch nur um 37 Sekunden langsamer als ich. Alles in allem ein erfolgreiches Wochenende in Graz mit einem Meistertitel für die falschen Hasen.
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