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Double Ironman Bad Blumau 6.-8. 7.

Robert berichtet:
Ich hatte mich eigentlich wieder auf den Austria eXtreme Triathlon vorbereitet. Eine Woche vorm Start entschied ich mich aber aufgrund verschiedener Umstände (eine veränderte Radstrecke und auch sonst ungünstige Streckenbedingungen) gegen ein Antreten. Ich war etwas frustriert, weil ich doch viel Zeit in die Vorbereitung investiert habe.
Ich wollte mir alternativ eine große Herausforderung suchen. Da bin ich auf Bad Blume gestoßen. Dort findet ein Ultratriathlon statt. In Bad Blume gab es dieses Jahr einen Triple und Double Ironman - Nach Durchlesen einiger Berichte und Telefonate mit dem Veranstalter hatte ich mich rasch für eine Anmeldung für den Double entschieden. 14 Tage später war auch schon der Bewerb.

Veranstaltung und Strecke:

Für Double und Triple waren jeweils 25 Teilnehmer zugelassen. Zeitlimit für den Double waren 48 Stunden.
Die Veranstaltung fand im Ort Bad Blume statt. Das Schwimmen wurde in einem Becken der Therme abgehalten. Rad- und Laufstrecke wurden in einem für "Ultras" üblichen Rundkurs organisiert. Der Wettbewerb war wirklich toll organisiert. Am Vorabend gibt es Briefing und die persönliche Präsentation jedes einzelnen Teilnehmers. Außerdem gab es ein ausgiebiges Abendessen.
Glücklicherweise konnte ich noch eine Unterkunft direkt an der Radstrecke auftreiben. Daher musste ich zum Glück kein Zelt aufstellen. Bei Bedarf konnte ich also einfach kurz im Zimmer Pause machen. Eva stellte sich dankenswerterweise als meine Betreuerin zur Verfügung. Die meisten Teilnehmer hatten ein Zelt aufgestellt und teilweise mehrere Betreuer dabei.

Das Wettkampfwochenende:
Ich hatte überhaupt keine Ahnung, ob und wie ich in der Lage bin, die Distanzen zu schaffen. Sollten keine körperlichen Probleme auftreten, war ich aber optimistisch. Bei gutem Verlauf rechnete ich so mit 33 - 35 Stunden. (inkl. einer kurzen Schlafpause).
Der Start des Wettbewerbes war Freitag um 19 Uhr. Mir war es sehr recht in die Nacht hinein zu starten, um einer eventuellen Hitze möglichst zu entgehen. Mein Plan war jedenfalls in den Nächten aktiv zu sein.
Schwimmen: 7,6 km in einem 25 Meter Becken - ergibt 304 Längen - die Vorstellung erfüllte mich mit großen Respekt - das Zeitlimit: 4 Stunden - es gab Längenzähler am Beckenrand - ich teilte mir meine Bahn mit vier anderen Teilnehmern - in meiner Bahn waren durchwegs stärkere Schwimmer, daher gab es doch etwas Stress mit Überholen. Die ersten 4 km waren relativ leicht. Pro km ca. 21 min war flott für mich. Dann wurde es aber schwer. Die letzten 2 km waren dann richtig schwer. Am Ende machte ich ca. alle 10 Längen eine kurze Pause. Somit konnte ich mich über die Distanz retten. Mit einer Zeit von 3:06 konnte ich die erste Disziplin sehr zufriedenstellend beenden.
Rad: 133 Runden zu ca. 2,7 km, kurvenreich - ergibt 360 km. Die Runde führte durch den Ort. Dabei war jedes Mal eine 400 - 500 m lange leichte Steigung zu bewältigen. In Summe ergaben sich dadurch aber etwa 2000 Höhenmeter. Vorher bin ich noch nie weiter als 220 km gefahren. Mein Tempo gestaltete ich sehr vorsichtig und kontrollierte auch immer wieder meinen Puls. Im Schnitt fuhr ich ein Tempo von 25 km/h bezogen auf die reine Fahrzeit. Zusätzlich machte ich 2x eine halbe Stunde Pause. Die Radfahrt begann für mich um 22:30. - ich versuchte mir dabei die 360 km in Teiletappen vorzustellen und wollte jedenfalls die Nacht großteils durchfahren. In der Nacht gab es dann auch immer wieder Regen. Eine Stunde lang regnete es ziemlich stark und ich war kurz davor in die Unterkunft zu fahren. Dann hörte es aber plötzlich doch wieder auf mit dem Regen und ich fuhr die ganze Nacht durch. Meine erste Pause (ca. 30 min mit Dusche und Umziehen) war um 8 Uhr . ich hatte etwa 240 km geschafft. Dann fuhr ich weiter und es wurde recht warm - nach 300 km machte ich vorsorglich eine weitere halbe Stunde Pause. Dann absolvierte ich noch die restlichen 60 km. - Radfahren geschafft, wau.
Laufen: Zur Wechselzone Laufen kam ich ca. um 14 Uhr Samstagnachmittag. 29 Runden zu ca. 2,94 km . Ergibt 84 km. - eigentlich unvorstellbar - Die Strecke führte vom Zielgelände Richtung Therme und wieder zurück. Die Strecke war auf Feld- und Wiesenwegen - wirklich sehr schön - das einzige Problem: sie war 29 mal zu laufen - und die Strecke war durchaus anspruchsvoll. Zu meiner Überraschung war ich sogar in der Lage langsam zu laufen. Die ersten 2 Runde waren sogar recht leicht. Dann verspürte ich Schmerzen im Fuß. Ich dachte zuerst an einen Stein im Schuh. Beim Ausziehen der Schuhe entdeckte ich aber eine großflächige Veränderung meines Fußes. Ich dachte eine riesige Blase entsteht. Ich ging zur medizinischen Versorgungsstelle und sah mein Finish in Gefahr. - Der Arzt meinte, es sei wohl von zu engen Radschuhen. Er versorgte meinen Fuß und meinte das Problem müsste sich bald von selbst auflösen. Er gab mir 2 Schmerztabletten - die ich aber nicht brauchte - mit. Der Arzt hatte recht, nach weiteren 3 Runden waren die Probleme weg. In der Folge machte ich mir keinen besonderen Stress. Ich blieb bei den Verpflegungsstationen (dort gab es Kartoffeln, die mein Körper super gut vertragen hat) immer wieder ein Zeit lang stehen bevor es in die nächste Runde ging. Dann war es eine Mischung aus Trablauf und manchmal ein Stück gehen. Mit dieser Taktik gehörte ich auf der Laufstrecke zu den Schnelleren. Für die 84 km brauchte ich inklusive Pausen etwas mehr als 11 Stunden.
Am Ende wurde ich ungeduldig und auch schon recht müde. Ich wollte mich keinesfalls hinlegen sondern das Ding durchziehen. Die letzten 10 Runden kam ich dann in einen guten Rhythmus. Die Pausen waren nur mehr kurz ich wurde immer schneller. Der Bewerb war ziemlich international besetzt. Jeder Teilnehmer lief dann seine letzte Laufrunde mit der Nationalflagge seines Landes. Um 1:40 war ich im Ziel. - Wirklich hochzufrieden und stolz auf mich. Nach 30 Stunden 40 Minuten. Viel schneller als gedacht. Und ohne Schlafpause. (in Summe 5 halbstündige Pausen mit Wechselzonen) Ich wurde 16. von 25 Finishern im Double.

Es mag ein wenig krank klingen, aber es hat Spaß gemacht. Es war mein erstes Wochenende vom 3-wöchigen Urlaub und super zum Abschalten. Das Beste: ich hatte keine Verletzungen und auch danach keinerlei Probleme. Ich hatte mir nie gedacht bei so einer Veranstaltung jemals mitzumachen.

Sonntag schauten wir noch ein wenig zu, wie die restlichen Teilnehmer unterwegs waren. Und am Abend gab es dann die Ehrung jedes Teilnehmers. - inklusive tollen Abendbuffet.

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