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Kolsassberglauf 7.12.

Kaum hatten Krampus und Nikolo ihre alljährlichen Pflichten erledigt und den braven und weniger braven Läufern den Rücken gekehrt, versammelten sich diese schon wieder hinter der Startlinie des ebenso alljährlichen Kolsassberglaufes, zu dem Veranstalter Franz Stöckl die Berglauf-Elite aus aller Welt für den 7.12. eingeladen hatte.
In Anbetracht der Tatsache, dass u.a. Berglaufweltmeister und Seriensieger Jonathan Wyatt, Marco de Gasperi, Emanuele Manzi, Gerd Frick, Dolomitenmann-Mountainbiker Alban Lakata, Helmut Schmuck und zahlreiche weitere flotte Bergläufer gekommen waren, hatte der Veranstalter im Wissen um meinen Trainingszustand vorsorglich Preise diesmal bis zum 30. Platz vorgesehen.
Am Vorabend hatte es noch kräftig geschneit und bei tiefwinterlichen Bedingungen fielen um 10.10 Uhr immer noch Schneeflocken und dann auch der Startschuss. Andrea wollte ihre tolle Form noch einmal ausprobieren und beweisen, dass der Superlauf in Nigeria (und die 9 Bergrennen davor) kein Zufall war.
Zum Glück sieht man auf der steilen Bergstraße ziemlich weit nach vorne, sodass ich den Kampf zwischen Andrea und der Vorjahressiegerin und Streckenrekorhalterin Renate Rungger aus Italien (sie war auch 2. der diesjährigen Berglauf-WM) relativ lange beobachten konnte. Ca. 1,5 km versuchte Renate, das Tempo von Andrea mitzugehen, dann musste sie abreißen lassen. Obwohl das Rennen von Anfang an sehr schnell war und Renate Rungger ihren eigenen Streckenrekord um 10 sec verbesserte, hatte sie im Ziel einen deutlichen Rückstand von 1:02 min auf Andrea, die mit 25:11 min den alten Streckenrekord um 1:12 min verbesserte!
Damit gewann sie nicht nur überlegen die Damenwertung sondern lehrte auch die meisten Männer das Fürchten: hinter ihr lagen etwa Emanuele Manzi vom italienischen (wohlgemerkt: Männer-)Berglaufteam oder Heli Schmuck; die ex-aequo-Sieger Jonathan Wyatt und Marco de Gasperi hatten auf sie nur 1:17 min Vorsprung (letzterer flehte, als er Andrea und Renate Rungger nach deren raketenartigem Start erst nach 500 m eingeholt hatte, Andrea - wortwörtlich an: "please don't beat me this time...!").Ganz nebenbei war Andrea auch "bester Österreicher" dieses Rennens.
Als Dritte kam mit 3:51 min Verspätung Elisa Desco, ebenfalls aus Italien, ins Ziel. Damit war das Ergebnis bei den Damen gleichlautend mit dem Ergebnis der heurigen Berglauf-WM in Crans-Montana.
Nachdem ich den Sichtkontakt zu Andrea endgültig verloren hatte, kämpfte ich mich, angetrieben von der Hoffnung, unter die ersten 30 zu kommen, dem Ziel entgegen. Die fehlende Grundlage machte sich auf den letzten 10 Minuten schon bemerkbar, und so musste ich noch einige Läufer überholen lassen. Aber letztendlich ist sich's doch ausgegangen und mit 28:50 min kam ich als 24. (Mann) ins Ziel! Richtig stolz wurde ich noch, als ich bemerkte, dass die Bronzemedaillengewinnerin der Berglauf-WM nach mir ankam und ich sogar den Glocknerkönig 2008, Gerrit Glomser abgehängt hatte! So durfte ich auch heuer wieder einen Preis (diesmal eine Sektflasche, auf der mein 24. Platz aufgemalt war) in Empfang nehmen.
Andrea erhielt eine Swarovski-Kette und konnte bei der Siegerehrung den Abschluss ihrer erfolgreichsten Berglaufsaison begießen (auch wenn das Handling der Magnum-Sektflasche auf dem Siegerpodium noch zu wünschen übrigließ) und ausgiebig feiern!
Zur Erinnerung zusammengefasst: 10 Bergläufe - 10 Siege - 10 Mal Streckenrekord!
(Pöstlingberglauf - Feuerkogellauf - Mariazellerland Berglauf Gemeindealpe - World Trophy Crans-Montana - Schneeberglauf - Hochfelln Berglauf - Smarna Gora - Donauturmlauf - Obudu International Mountain Race - Kolsassberglauf)

DAMEN:
1. Andrea Mayr (AUT) 25:11,60
2. Renate Rungger (ITA) 26:13,10
3. Elisa Desco (ITA) 29:03,20
4. Anne Buckley (GBR) 30:27,40
5. Marion Kapuscinski (AUT) 31:28,90

HERREN:
1. Jonathan Wyatt (NZL) und Marco De Gasperi (ITA) 23:54,90
3. Jakub Burghardt (POL) 24:14,70
4. Gerd Frick (ITA) 24:14,70
5. Edi Lahner (ITA) 24:53,70
6. Andrzej Dlugosz(POL) 25:02,60
7. Emanuele Manzi (ITA) 25:18,80
8. Paul Gschließer (ITA) 25:21,00
9. Richard Obendorfer (AUT); 25:48,60
10. Stefan Widauer (AUT) 26:06,40
11. Andrew Syme (GBR) 26:30,50
12. Matthias Scherl (AUT) 26:56,30
13. Helmut Schmuck (AUT) 26:57,20
14. Dietmar Rudigier (AUT) 27:19,10
15. Roberto De Simone (ITA) 27:37,80
.........
24. Andreas Stitz (AUT) 28:50,90

Die Laufbilder sind von Winfried Stinn (herzlichen Dank dafür), die restlichen von Andi himself.

Auch hinterhältige, am Vorabend von den Gegnern organisierte Einschüchterungsversuche konnten Andrea nicht stoppen.